Sie sind hier: Make fruit fairParaquat-Verbot in der Schweiz: Wie Syngenta versucht…

Paraquat-Verbot in der Schweiz: Wie Syngenta versucht unangenehme Fakten zu verdrehen

3. 11. 2011:

Während Paraquat in den Entwicklungsländern nach wie vor einen Verkaufsschlager darstellt, ist es in der Schweiz bereits seit 1989 nicht mehr zugelassen. Die Gründe hierfür versuchte Syngenta lange zu verschleiern. Das hochgiftige Unkrautvernichtungsmittel wird auch im Ananas- und Bananenanbau eingesetzt.

Der Basler Agrokonzern hat wiederholt erklärt, er habe Paraquat in der Schweiz vom Markt genommen, weil die Nachfrage gefehlt habe. Der Bundesrat hingegen widersprach dieser Darstellung bereits im Jahr 2002. Auf ein Postulat antwortetet er: „In der Schweiz ist Paraquat aus toxikologischen Gründen seit einigen Jahren nicht mehr zugelassen. Diese Nichtzulassung kommt einem Verbot im Sinne der PIC-Konvention gleich.“.

Diese Fakten brachten Syngenta in einen Argumentationsnotstand. Wie kann man ein Produkt in Entwicklungsländern verkaufen, welches im Heimatland des Konzerns wegen seiner Giftigkeit seit langem verboten ist? Sollte man die Landarbeiter und Bäuerinnen in Afrika, Asien oder Lateinamerika nicht ebenso vor giftigen Pestiziden schützen, wie jene in Europa?

Auf diese Sachlage reagiert Syngenta seit 10 Jahre mit der immer wieder gleichen Verleugnungstaktik. So schrieb der Agrotechkonzern als Replik auf eine Kampagne der Erklärung von Bern (EvB) im Jahr 2010 auf seiner Website: „Die Schweizer Registrierungsbehörden haben Paraquat zu keinem Zeitpunkt verboten. Syngenta strebt nur in denjenigen Märkten eine Produktzulassung an, wo eine Nachfrage besteht. Deshalb wurde in der Schweiz kein Antrag auf Erneuerung der vormals bestehenden Registrierung gestellt.“

Quelle: Erklärung von Bern

Lesen Sie den gesamten Artikel.

Sehen Sie den Kurzfilm über den Gifteinsatz im Ananas- und Bananenanbau: Vergiftetes Paradies.

Syngenta-Banner